In diesem Blog-Beitrag berichtet unsere Kollegin Nadine Ölmann von ihrem außergewöhnlichen Reise-Abenteuer in den Wäldern Alaskas.

Wenn die Sonne um 10 Uhr morgens aufgeht und für weniger als sechs Stunden den blauen Himmel erstrahlen lässt, wenn die Schneemassen neben den Fußgängerwegen sich auf zwei Meter Höhe stapeln, wenn es tagsüber -15 Grad Celsius sind, dann ist man in Alaska gelandet.

Der größte Bundesstaat der Vereinigten Staaten liegt zwischen Russland und Kanada und ist von Pittsburgh, Standort der Sycor Americas, mit einem mehrstündigen Flug zu erreichen. Die meisten Touristen kommen zwischen Juni und August, wenn der Sommer die Landschaft Alaskas erblühen lässt und die Temperaturen bei 25 Grad Celsius liegen. Der Winter hingegen sieht anders aus. Kaum Touristen sind unterwegs, die meisten Reiseagenturen bieten für die Wintermonate keine Ausflüge an und doch hat diese Zeit etwas Magisches.

Beispielsweise ist es nur jetzt möglich die Aurora zu sehen. Wenn man Glück hat und der Himmel sternenklar ist, dann passiert es, dass die Natur durch das Aufeinandertreffen von elektrisch geladenen Teilchen und Stickstoff- und Sauerstoffatomen ein atemberaubendes Lichtspektakel erzeugen. Zudem ist dies die beste Zeit mit einem Hundeschlitten die beeindruckende Landschaft zu erkunden. Da Schlittenhunde beim Laufen extrem viel Energie verbrauchen, was wiederrum die Körpertemperatur erhöht, können diese Touren nur im Winter angeboten werden. Für diese Hunde sind Temperaturen von -40 Grad Celsius kein Problem.

Für mich schon und deshalb war ich froh, dass es am Ausflugstag nur -10 Grad waren. Von Ancourage aus fuhren wir mehrere Stunden zur Range eines mehrfachen Iditarod- Gewinners. Das 8- bis 15-tägige Iditarod-Rennen ist wohl die Fußball-WM Alaskas. Einmal im Jahr findet das Schlittenhund-Rennen statt und bringt dem Gewinner Ruhm und Anerkennung. Als ich auf dem Schlitten saß, eingepackt in Schafsfelle und dieses Bild machte, fühlte ich mich auch wie ein Gewinner. Mir gelang es, einen jahrelang gehegten Traum zu erfüllen. Als wir mit dem Schlitten über zugefrorene Seen fuhren, vorbei an schneebedeckten Wäldern und im Hintergrund Nordamerikas größten Berg lag, da wusste ich, ich bin in Alaska.

Und so entstand dieses Foto…

Autorin: Nadine Ölmann, Senior Consultant Microsoft Dynamics