Aloha liebe Kollegen!

Bereits Ende 2015 zog es meinen Freund und mich an das andere Ende der Welt, zum 50. Bundesstaat der Vereinigten Staaten von Amerika: Hawai’i!

Nach einem zweitägigen Zwischenstopp in San Francisco hieß unser erstes Ziel ‚Big Island‘ (heißt eigentlich Hawai’i, so wie die gesamte Inselgruppe). Die größte und jüngste Insel des hawaiianischen Archipels besticht zuallererst durch ihre vielfältige Natur und natürlich die Vulkane. Wie man auch aktuell in den Medien sehen kann, ist Big Island vulkanisch sehr aktiv. Im Prinzip spuckt der Vulkan immer Lava, auch als wir da waren.

Das absolute Highlight für mich war der Mauna Kea (ca. 4.200 m). Dies ist der höchste Berg/Vulkan auf Hawai‘i und theoretisch auch der höchste Berg der Erde, wenn man den Teil, der unter der Meeresoberfläche liegt, mitrechnet (ca. 10.000 m). Auf dem Kraterrand des Mauna Kea befinden sich eine Vielzahl von Gebäuden und Einrichtungen, die das Fenster zum Universum sind. Unter anderem das Mauna Kea Observatorium und die Sternenwarte der NASA. Nachts hat man aufgrund der sehr geringen Lichtverschmutzung einen unglaublich klaren Blick auf die Milchstraße. Dies habe ich so bisher noch nie in meinem Leben gesehen.

Einen Tag später waren wir dann zu Gast beim Ironman of Hawai‘i in Kona. In aller Früh mussten sich die Sportler zunächst auf die 3,86 km lange Schwimmstrecke im Pazifik begeben. Danach folgten 180 km Radfahren und zu guter Letzt ein Marathon über 42 km. Die Bestzeit in diesem Jahr konnte Jan Frodeno mit ca. 8 h für sich verbuchen. Die hohen Temperaturen von über 30 °C und die sehr hohe Luftfeuchtigkeit (ca. 90 %), hat vielen Sportlern zu schaffen gemacht. Wir haben auch ohne uns zu bewegen einfach nur geschwitzt.
Aber am Ende des Tages hatte ich großen Respekt vor den Sportlern, weil sie einen unglaublichen Ehrgeiz aufbringen und die Freude an diesem Event auch mit uns Zuschauern teilten.

Von Big Island sind wir auf die Insel O’ahu geflogen. Auf O’ahu liegt die wohl bekannteste Stadt der Inselgruppe Honolulu, mit dem Viertel Waikiki und dem direkt anliegenden Waikiki Beach. Die größte Stadt der hawaiianischen Inselgruppe besticht vor allem durch ihre Gegensätze: die Verbindung von Großstadtfeeling und paradiesischen Stränden. Auf der einen Straßenseite findet man Wolkenkratzer und Shoppingmeilen und direkt auf der anderen Straßenseite Palmen, weißen Sandstrand und türkisblaues Wasser.

Wir haben die Zeit genutzt, um in den Krater des Diamond Head zu wandern, zu schnorcheln und bei einem traditionellen Lu’au,  einem hawaiianischen Gast-Fest, wie ein großes BBQ, bei dem ein Schwein im Boden gegart wird, beizuwohnen. Besonders gefallen hat mir, dass jeden Abend nach Sonnenuntergang am Waikiki Beach Hula-Gruppen aufgetreten sind. Es wurde der Hula getanzt und die Tänzer und Tänzerinnen führten den für Polynesien bekannten Sprechgesang auf; die Ukulele hat am Ende natürlich nicht gefehlt. 

Nächstes Ziel: Kauai!
Die Insel ‚Kauai‘ gehört zu den geologisch ältesten der hawaiianischen Inseln. Sie besticht vor allem durch den unberührten Dschungel in der Inselmitte, welchen man nur per Helikopter oder per Fuß erkunden kann. Es führt kaum eine Straße oder ein Weg dahin. Deshalb heißt Kauai auch ‚die Garteninsel‘. Wir haben die Zeit auf der Insel genutzt, um fernab des touristischen Trubels von O’ahu zu schnorcheln, Kayak auf den zahlreichen Dschungelflüssen zu fahren und zu wandern. Unsere Kayak-Tour führte uns zu Wasser und zu Fuß zu einem im Dschungel versteckt liegenden Wasserfall. Nach der paradiesischen Wassertemperatur des Pazifik mit 25 °C, war das deutlich kältere Wasser des Wasserfalls ein ganz schöner Schock.

Unser nächstes und leider auch letztes Ziel war Maui, das Surferparadies! Wer kennt Sie nicht, die braungebrannten, langhaarigen, durchtrainierten Surferboys, die den ganzen Tag nur am Strand abhängen und surfen… was soll ich sagen:  ja, es gibt sie wirklich. 
Wir haben uns natürlich die Gelegenheit nicht entgehen lassen und einen dieser Surferboys direkt als Surflehrer engagiert und uns die Insel vom Longboard aus zeigen lassen. Knapp zwei Stunden und ein paar Versuche später hat es auch geklappt: Ich bin meine erste hawaiianische Welle geritten. Für alle, die sich gerne mal am Surfen probieren möchten: Das Aufstehen ist nicht schwer. Das Schwierigste ist, lang genug zu paddeln bis einen die Welle mitnimmt und das am besten bevor einem die Arme vor Schmerzen abfallen. Im Gegensatz zu uns Anfängern taten sich die Kleinsten gar nicht schwer: Wir konnten nämlich beobachten wie sie an der Northshore, einem der besten Surfspots der Welt, die bis zu 8 m hohen Big Waves meisterten.

Unsere Erlebnisse und Eindrücke lassen sich nur schwer in einem kurzen Blog-Beitrag zusammenfassen. Wir haben so viel erlebt, gesehen und unternommen, dass ich euch nur eine Idee von der beeindruckenden Natur und den besonderen Einheimischen geben kann. Diesen Flecken Erde muss man selbst erlebt, gefühlt und gesehen haben, um sich zu verlieben.

Mahalo, eure Kathrin!

Kathrin Dehmel, Consultant Microsoft Dynamics AX