Um als echter Salzburger zu gelten, muss man viele Hürden nehmen und harte Prüfungen bestehen. Eine dieser Prüfungen ist das Erklimmen des Salzburger Hausberges, dem Untersberg. Um den Begriff „Berg“ für die Kollegen des Flachlands zu erklären: Nein das sind keine 420 m hohe Hügel wie der zum Beispiel in Göttingen bekannte Staneberg, Wittenberg oder die Mackenröder Spitze 😉 sondern in dem konkreten Fall, der Untersberg, eine 1972 m hohe Landmarke, welche mit ihrer Spitze an den Wolken kratzt.

Unser Kollege Tobias Mayer, war noch nie auf dem Untersberg, was uns veranlasst hat, eine Bergtour zu organisieren, damit er diese Prüfung von seiner Liste streichen kann. Und keine Angst, Tobi, es gibt noch einiges zu tun, bis du die ganze Liste abhaken kannst!

Top ausgerüstet mit Wanderschuhen, Stirnlampe, Rucksack, Wasserreserven, Manner-Schnitten und sonstigem Survival-Gear starten wir um 6 Uhr morgens los. Vor uns liegt ein Track mit 1340 brutalen Höhenmetern, welcher durch einen steilen Anstieg, viele Stufen und jede Menge ausgesetzte Stellen geprägt ist…. nichts für Zartbesaitete oder Menschen mit Höhenangst. Anfangs wandern wir noch im Dunkeln, gut dass wir die Stirnlampen mithaben. Nach einiger Zeit bricht die Morgendämmerung an und bringt uns herrliches Wanderwetter.

Auf halber Höhe begegnen uns ein paar Gämse, welche sich recht unbeeindruckt von unseren heroischen Bemühungen, den Berg zu bezwingen, zeigen. Je weiter wir uns dem Gipfel nähern, desto mehr brennen unsere Oberschenkel – aber die Stimmung ist gut und unsere Gruppe macht gut Meter. Nach etwa drei Stunden durch steile Wände, an denen man sich keinen Fehltritt erlauben darf, erreichen wir das Gipfelkreuz und traditionsbewusst wie wir sind, zelebrieren wir eines der ureigensten Rituale des alpinen Raumes: den Gipfelschnaps. Dass hier keine halben Sachen gemacht werden, erkennt man an der Auswahl. Es gibt Marillenschnaps, Grappa, Whisky und Jägermeister. Wer bis jetzt noch nicht in Hochstimmung ist, ist es spätestens nach dem dritten Stamperl.

Nach dem wir die wunderbare Aussicht über das Salzburger Land genossen und das obligatorische Gipfelfoto geschossen haben (natürlich mit dem Sycor-Smyle) machen wir uns an den Abstieg. Dieser geht Dank der Gipfelseilbahn schnell und einfach – und rechtzeitig zur OpenBar (unsere monatliche Mitarbeiterversammlung) sitzen wir im Meetingraum. Stolz und ein kleines bisschen erledigt!

Autor: Thomas Schiefer, Senior Entwickler