Indien ist eine total andere Welt, nicht zu vergleichen mit Deutschland oder westeuropäischen Ländern. Die wahnsinnige Hitze, die vielfältigen Farben und Menschenmassen und die ungewöhnlichen Gerüche überall. Etwas, was viele wie mich zuerst abschreckt aber dann doch in seinen Bann zieht, irgendwie.

2012 war ich das erste Mal in Indien, zusammen mit Udo und unserem Schweizer Freund Walti. Wir haben zu dritt zwei Enfields (indische Motorräder) gemietet und sind damit von Delhi bis nach Leh, der Hauptstadt von Ladakh über die höchsten Pässe der Welt gefahren. Auch über den allerhöchsten befahrbaren Pass der Welt, den Khardung La (5.360 m) bis ins Nubra Tal, einem abgeschiedenen Tal mit beeindruckenden buddhistischen Klöstern.

Wir sind nicht nur Motorrad gefahren, sondern auch gewandert, z.B. von Gangotri zur Gangesquelle und über den Gletscher hoch nach Tapovan (4.463 m), einer Wiese inmitten von schneebedeckten eindrucksvollen Riesen.

Ein Highlight sollte die Besteigung des Stok Kangris sein, ein Berg der eine Höhe von 6.132 m aufweist und damit viel höher ist als der höchste Berg Europas. Leider kamen wir nur bis zum Basecamp. Dort machte mir die Höhe zu schaffen und wir kehrten wieder um. Udo und ich beschlossen, gemäß des Mottos des Dalai Lamas „Never give up, never, never, never“, in einem Jahr wieder zu kommen.

Gesagt, getan. Ein Jahr später packten wir (nur Udo und ich) unsere Trekkingrucksäcke mit Zelt, Schlafsäcken, Isomatten und Essen für 14 Tage und flogen diesmal direkt nach Leh. Von dort ging es weiter mit dem Bus ins 100 km weit entfernte Kloster Lamayuru. Zu Fuß machten wir uns auf den Weg über Pässe, die zwischen 3.000 m und 5.000 m hoch waren, um uns zu akklimatisieren und uns an die Höhe zu gewöhnen. Nach jedem Pass tat sich ein neues Tal mit vielen bunten Farben und einmaliger Landschaft auf. Auf diesem Weg über die Pässe entstand das Foto auf dem Kalenderblatt im Mai 2018. Nach der Akklimatisation wagten wir uns zum Schluss an den Stok Kangri und schafften es diesmal. Erschöpft aber glücklich erklommen wir den Gipfel und waren total fasziniert von dieser atemberaubenden Aussicht auf das herrliche Bergpanorama um uns herum.

Viele Grüße
Gaby, demnächst auf dem amerikanischen Kontinent unterwegs… 🙂

Mehr Fotos gibt es hier zu sehen:

2012

2013

Autorin: Gabriele Jäschke, Vertriebsinnendienst am Standort Offenburg