Letzte Woche stellte uns Martin das neue „Spaßmanagement“ der Sycor vor, doch jetzt mal im Ernst…

Warum ist der Sycor-Wert Spaß tatsächlich derjenige, der vor allem extern am meisten irritiert oder Unverständnis hervorruft? Die Antwort erschließt sich, wenn man die Herkunft des Wortes beleuchtet: Das deutsche Wort „Spaß“ ist abgeleitet aus dem italienischen Wort „Spasso“, was wiederum „Zerstreuung, Zeitvertreib, Vergnügen“ bedeutet. Das sind Begriffe, die in Deutschland nicht unbedingt auf der TOP TEN Liste stehen, wenn man über die übliche Arbeitskultur nachdenkt. Es sind eher Begriffe wie Effizienz, Pflicht und Sachlichkeit im Vordergrund. Die Arbeitswelt scheint auf den ersten Blick gar nicht mit Zeitvertreib und Vergnügen zusammen zu passen. Aber nur auf den ersten Blick.

Spaß haben und Spaß machen passt nämlich ausgezeichnet zum Menschen und seinen Bedürfnissen.

Und machen wir uns nichts vor: Wir sind auch „bei der Arbeit“ derselbe Mensch wie zu Hause oder im Urlaub oder wo auch immer. Diese weit verbreitete Unsitte, dass man zwei Menschen ist, also ein Berufs- und ein Privatmensch, ist absolut unnötig. Wir hängen unsere Emotionalität nämlich nicht neben unsere Jacke an die Garderobe. Normal scheint jedoch zu sein, sie zu verbergen, um „professionell“ zu wirken (oder was man im Allgemeinen dafür hält). Arbeitszeit ist jedoch auch Lebenszeit und ich kann jedem nur empfehlen, seine knappe Lebenszeit nicht zu verschwenden, in dem ein großer Teil davon „unecht“ verbracht wird.

„Übliche“ Arbeitskultur hin oder her: Wichtig ist, dass wir alleine entscheiden, welche Kultur bei Sycor vorherrschen soll. Und wir haben verstanden und berücksichtigen, dass wir auch bei der Arbeit der Mensch sind, der wir immer sind.

Also machen wir Spaß miteinander, sind auch mal selbstironisch, scherzen, albern rum, schicken uns (mal mehr und mal weniger) lustige WhatsApp Nachrichten. Das ermöglicht es uns, als Mensch authentisch, also echt sein zu können. Die Art, wie wir feiern, gehört ebenfalls dazu: Ich nenne es gerne „kontrollierter Exzess“.

All das prägt unsere Beziehungen: jemand, mit dem ich Spaß haben kann, mit dem ich lachen kann, sei es über mich, über ihn oder über etwas ganz anderes, mit dem ich auch mal rumhüpfen und singen kann, kann ich auch vertrauen. Das erzeugt Nähe.

Auf der Basis dieser Beziehungen erreichen wir dann auch andere Dimensionen von Spaß: Mit Menschen, denen ich vertraue und die mir nah sind, bin ich eher motiviert, gemeinsam etwas zu erreichen. Wir haben Spaß an den Ergebnissen unserer Arbeit und an unseren Erfolgen. Wenn wir miteinander und füreinander arbeiten, entstehen sinnvolle Dinge, was ebenfalls Spaß macht. Das bietet uns die Chance, über das, was wir erreichen, begeistert zu sein.

Arbeit kann sich durch Spaß tatsächlich wie Zeitvertreib oder Zerstreuung anfühlen und führt gerade dadurch zu besseren Ergebnissen. Der Spaß ist unsere Stärke und eine wichtige Basis unseres Erfolgs. Darum ist er ein passender Wert und darum sollten wir ihn sehr ernst nehmen!

Autor: Martin Renker, HR Management

 

 

 

 

Du hast den ersten Teil des Beitrags verpasst? – Klicke hier zum Nachlesen:

Wie kann Spaß ein Unternehmenswert sein? (Teil 1)