Unser Kollege Nikolai Schmidt-Ott ist mit der ganzen Familie für ein Projekt in die USA gegangen. Hier berichtet er in drei Beiträgen über die aufregende Zeit seiner „Auswanderung mit Rückflugticket“.

Teil 3:

Austin

Austin

Inzwischen (Anfang November) ist auch hier der texanische Herbst eingekehrt. Es wird nur noch ca. 22-28° Celsius warm und nachts sinkt die Temperatur auch schon mal auf 15 Grad. Einige Bäume, so habe ich gelernt, verlieren hier nie alle Blätter – von den Palmen und Kakteen mal ganz abgesehen. Unser Aufenthalt wurde aufgrund des positiven Projektverlaufs und weiterer Aufgaben vor Ort noch einmal bis Ende März 2015 verlängert und so verbringen wir vermutlich einen recht warmen Winter und garantiert grüne Weihnachten. Auch Austin ist eine sehr interessante, musikalisch geprägte und vielseitige Stadt mit einer wirklich sehr schönen Umgebung. Als derzeit schnellst wachsende Stadt der USA (ca. 150 neue Bewohner täglich), wird das Verkehrsproblem deutlich spürbar. Die Highways, teilweise in schwindelnder Höhe über die Stadt führend, reichen zu Stoßzeiten nicht mehr aus und haben tägliche lange Staus zur Folge. Auch der Immobilienmarkt „explodiert“ geradezu. Häuser sind teilweise nur wenige Tage auf dem Markt und Interessenten überbieten sich gegenseitig um das Wunschhaus zu erhalten. Leider wirkt sich das auch auf die Mietpreise aus, so dass viele „Austinites“ (Einwohner Austins) inzwischen die Landflucht ergreifen.

Austin Umgebung

Austin Umgebung

Unsere bisherige Familien-Zwischenbilanz: Wir alle haben auf unserer Abenteuerreise sehr viele prägende Eindrücke von Land, Menschen, „Sprachen“ und Kultur aufgesogen und auch einige engere Freunde gefunden. Trotz oder vielleicht gerade wegen der manchmal etwas herausfordernden Rahmenbedingungen, deutlich außerhalb der bislang gewohnten Komfortzone, bereut keiner von uns diesen Schritt. Wir haben alle viel Neues entdeckt und gelernt, fühlen uns hier wohl und sind dankbar für alle Erfahrungen und die noch verbleibende Zeit. Die Gedanken und Emotionen „echter“ Auswanderer werden nachvollziehbarer und rücken in den Bereich des vorstellbaren. Wir sind schon ein wenig gespannt, wie die Re-Integration der Kinder in die Heimat gelingt.

….und da uns das jeder Dritte fragt: Nein, wir haben die ca. 4 Std. entfernte Konny Island (Konny Reimann) bei Dallas, Texas noch nicht besucht und sind mit unseren eigenen Erfahrungen derzeit noch bestens ausgelastet. 🙂

Nikolai Schmidt-Ott - GleitschirmflugAutor: Nikolai Schmidt-Ott (Leitung IT-Service-Management)