Soll ich mich wirklich dieses Jahr zum B2Run anmelden?

Ich kann mich noch gut an letztes Jahr erinnern, als wir schon alle allein vom Warten im Startblock bei 34 Grad im Schatten durchgeschwitzt und fertig waren und ich nach dem Lauf nicht einmal wusste, wie ich diesen überlebt hatte.

Daher hatte ich zur diesjährigen Anmeldung erst einmal die Füße still gehalten… Was natürlich keine Absage ist und somit von unserer lieben Organisatorin Daphne als Zusage gewertet wurde.

Daher musste nun ein Plan her wie ich meinen inneren Schweinehund irgendwie zum Laufen überlisten kann. Ich holte mir Hilfe in Form eines Trainingsplanes „5 km – einfach nur ankommen – fit in vier Wochen“ von einer Seite aus dem Internet. Zunächst war ich nach einigen Kilometern schon ziemlich am Ende und hatte noch mit meiner Skifahr-Verletzung am rechten Bein zu kämpfen. Doch von Mal zu Mal konnte ich schnell meine Ausdauer steigern und freute mich schon auf das nächste Training. Dank meiner Sportuhr konnte ich meinen Lauf tracken und hatte meine Laufminuten für jeden einzelnen Kilometer, auch mit Seitenstechen, unter Kontrolle. An der Arbeit motivierten wir uns gegenseitig und erzählten uns von unseren tollen Erfolgen beim Lauftraining.

Dann kam der Tag: B2Run in München am Donnerstag, den 14. Juli 2016.

Gegen 16:30 Uhr reisten auch noch einige laufbegeisterte Kollegen aus Göttingen an, um zum wiederholten Mal beim B2Run teilzunehmen. Erst am Nachmittag verzog sich der Regen und pünktlich zum Start am frühen Abend kam die Sonne hervor und wir freuten uns alle auf milde, angenehme Lauftemperaturen in unserem neuen Sycor Sport-Shirt!

Vom Coubertinplatz aus gingen wir gemeinsam zum Einlass des Starts unter dem Olympiadach. Dieses Jahr wurden die 30.000 Läufer in verschiedenen Startblocks mit eigenen Einlasszeiten organisiert. So mussten wir nicht lange warten, um nun endlich mit unserem 6,2 Kilometer Lauf durch den Olympiapark zu starten.

Wir bahnten uns den Weg durch spielende Ukulele-Läufer und Kostümierte. Weiter ging es vorbei an den Trommler Bands am Seitenrand, an der Trinkstation und unseren jubelnden Kollegen und Familienmitgliedern, die auch liebenswürdig unsere Sachen aufbewahrten.

Berauscht durch unsere „Sycor Fans“ konnte ich bei Kilometer 4 meine letzten Kraftreserven aktivieren und sprintete zum Endspurt. Vorbei durch die schmale Gasse bei Kilometer 5 und die applaudierende Menschenmenge vor dem Ende konnte ich mit meiner Bestzeit in das gigantische Olympiastadion einlaufen! Was für ein großartiges Gefühl mit all den Läufern in dieser Kulisse!

Wir Sycor-Läufer fanden uns wie jedes Jahr unterhalb der Haupttreppe zusammen und konnten die Erfolge gemeinsam feiern – die meisten von uns konnten ihre persönliche Bestzeit bei diesem Lauf steigern! Daher feierten einige noch auf dem nahegelegenen Sommer-Tollwood weiter und ließen den Abend gemütlich ausklingen.

Der B2Run hat mich nun endgültig in seinen Bann gezogen und ich habe die Freude am Laufen entdeckt! Daher steht einer Anmeldung für nächstes Jahr nichts mehr im Wege. Ich kann es kaum noch erwarten nächstes Jahr wieder mit und für Sycor zu laufen!

Silvia Heidl

Autorin: Silvia Heidl (Consultant Volume Licensing)