Spiel, Satz und leider Niederlage

Göttinger Naturfreibad Grone. Es ist der 10. Juli 2014, 17 Uhr, der Beachvolleyball-Firmencup beginnt. Der festgelegten Mannschaftsstärke entsprechend, stehen vier Spieler des zusammengewürfelten Sycor-Teams bereit, um das erste Vorrundenspiel zu bestreiten. Und der Himmel öffnet seine Schleusen, um strömenden Regen auf das Spielgelände und die Umgebung zu ergießen.

Nach 15 Minuten endete der Platzregen und die Mannschaften begeben sich über den durchweichten Rasen auf die vier durch Niederschlag leicht geebneten Beachvolleyballplätze. Wider Erwarten haben sich unsere gegnerischen Mannschaften weder aus Furcht vor der Aussicht, gegen uns zu spielen, noch wegen wetterbedingter Unlust spontan abgemeldet. Also doch auf die harte Tour.

Nach vier Stunden, einem weiteren Platzregen sind alle drei unserer Vorrundenspiele vorbei. Mit eindeutigen Ergebnissen: dreimal Sieg für die gegnerische Mannschaft. Obwohl wir zwischen den Spielen häufig die Spielerkombination wechselten, uns der kleine aber feine Fanblock ordentlich anfeuerte und Teamchef Andreas Eichhorn die Sycor-Spieler koordinierte, gelang uns nicht mal ein Unentschieden. Das lag vermutlich auch an den starken Mannschaften, die uns begegneten (Elkmarshausen, PEMA und Hogrefe-I).

Nüchtern stellten wir also fest, dass wir wohl in der großen Endrunde am Sonntag nicht antreten werden, aber – um den Teamchef zu zitieren – wir „als Mannschaft im Laufe der Spiele sehr gewachsen sind.“ Wir standen, teilweise schon wieder umgezogen zusammen da fiel jemandem auf, dass auf dem Spielplan noch ein gruppenübergreifendes Spiel zu stand: Sycor gegen Hogrefe II.

Alle zogen sich noch mal um, Teamchef Andreas Eichhorn wählte die Besten der Besten der Anwesenden aus und nach kurzer Wartezeit begann das vielleicht letzte Spiel für die Sycor-Mannschaft.

Der erste Satz endete mit einem Sieg für Sycor, der zweite mit Sieg für Hogrefe II. Beiden Mannschaften war ihre Erschöpfung anzusehen. Jedoch war dies ein Entscheidungsspiel, also musste ein dritter, entscheidender Satz folgen. Spannend bis zum Schluss endete das Match irgendwann zwischen 21 und 22 Uhr nach einer spektakulären Angabe vom Sycor-Teamkapitän, den das gegnerische Team einfach nicht mehr rüber spielen konnte. Jubelgeschrei brach aus und unsere Anstrengungen wurden endlich belohnt. Nicht viele konnten oder wollten am Sonntag um 9 Uhr schon auflaufen, doch vier tapfere Recken fanden sich. Das erste Spiel hieß Sycor gegen PEMA, ein Gegner, den wir schon aus der Vorrunde kannten. Diesmal würden wir allerdings noch verbissener kämpfen. Obwohl wir gegenüber der Vorrunde am Donnerstag um Längen besser aufeinander abgestimmt waren und der erste Spielsatz auch gewonnen wurde, siegte PEMA im zweiten und schließlich auch im dritten, spielentscheidenden Satz. Für uns bedeutete das den Wechsel in den Verlierer-Ast des Spielbaums. Unser nächster Gegner: Das Team ZARI. Doch aus dieses Spiel konnten wir leider nicht für uns entscheiden und schieden endgültig aus der Endrunde aus.

Ja, wir haben gekämpft. Ja, wir haben verloren. Nichtsdestotrotz hatten wir Spaß, das war von Anfang an unser Motto für den Beachvolleyballcup.

Nächstes Jahr wird bestimmt alles noch viel besser!

Autor: Benjamin Wilde (Operational Center – Enterprise Content Management)