Sonntag, 06:00 Uhr: der Wecker klingelt! Warum? Das erste Mountainbike-Rennen der Saison steht auf dem Plan. Anstatt sich nochmal umzudrehen und mit der Liebsten zu kuscheln werden im Halbschlaf schnell die letzten Klamotten zusammengesucht, das Bike ins Auto gepackt und ohne jegliches Hungergefühl die ersten Kohlenhydrate aufgenommen.

Aber erst einmal kurz zu mir: Ich heiße Christian, arbeite seit dem 01.04. bei Sycor im Bereich Leistungserbringung Microsoft Dynamics AX Support und werde mich im Speziellen um den Bereich Finanzbuchhaltung kümmern. Zwar halten mich meine Frau und mein kleiner Sohn in meiner Freizeit stets auf Trab, um mich jedoch völlig auszupowern, greife ich dann gern auf mein Mountainbike zurück. Dieses Jahr habe ich geplant, mich im Sinne der Sycor auf ein paar Mountainbike-Events in den Farben Blau-Weiß blicken zu lassen.

Aber zurück zum Rennsonntag. 09:00 Uhr, die Sonne scheint zögerlich durch die dicken Nebelschwaden und das Thermometer bleibt bei 9° C stehen. Der Blick auf den ersten Anstieg im Rennen rechtfertigt jedoch meine Entscheidung, im kurzen Dress an den Start zu gehen. Wie eine Wand steht der erste Anstieg direkt nach dem Start da und erste Zweifel machen sich breit, warum ich mir ausgerechnet diese Sportart  ausgesucht habe. Dann ist es soweit, 9:59 Uhr: „Noch eine Minute bis zum Start“, ertönt es aus den Lautsprechern und tausend Gedanken schießen mir durch den Kopf. „Hält die Luft in meinen Reifen für die zwei Runden a 21km?“, „Hält die Luft in meiner Lunge für die zwei Runden nach einem eigentlich nicht vorhandenem Wintertraining?“, „Wird meine Kraft ausreichen, um nicht letzter zu werden?“ und und und. Start: Mit mir drängeln sich ca. 250 Mountainbiker in die erste Linkskurve und sofort trennt sich die Spreu vom Weizen. Erster Anstieg mit einem Puls von 190. Nachdem dieser gemeistert ist, entpuppt sich die Strecke als „Vollgaspiste“, bestehend aus Schotter- und Waldwegen, gespickt mit zwei kleinen und kurzen, aber feinen Trail-Abfahrten. Nachdem ich in der ersten Runde ums reine Überleben kämpfte, erholten sich meine Beine in Runde zwei und ich konnte ein paar Plätze gut machen.

Am Ende reichte es leider nur für einen 11. Platz in meiner Altersklasse und einen 59. Gesamtplatz auf der mittleren Distanz (Gesamtteilnehmer 42km: 99). Was nach diesem ersten Kräftemessen bleibt, ist die Gewissheit, dass ich doch mehr Zeit in mein Training hätte investieren sollen. Am kommenden Sonntag habe ich die Möglichkeit meine Ergebnisse beim Kellerwald Bikemarathon zu verbessern, was aufgrund der bisher angemeldeten 400 Fahrer (Tendenz steigend) jedoch schwierig werden dürfte.

Sollten sich noch ein paar Mountainbiker unter den Sycorianern befinden, würde ich mich freuen, wenn ich  den einen oder anderen Zweiradler zur Teilnahme an den kommenden Rennen im Sycor-Outfit ermutigen könnte.

Autor: Christian Kohlhausen (Microsoft Dynamics AX Support)