Mit dem immer weiter wachsenden Angebot an Studiengängen, die neben dem Job absolviert werden können, gibt es mittlerweile ein breites Angebot in dem die meisten Fachrichtungen abgedeckt sind. So findet fast jeder etwas passendes, wenn man z.B. nicht auf die Praxiserfahrung verzichten möchte und trotzdem einen qualifizierten (Fach)Hochschulabschluss erreichen möchte. Auch ich wollte mich noch weiterbilden und entschied mich für ein Studium neben dem Beruf. Nach meiner Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten habe ich erst an der Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) Göttingen 3 Jahre (6 Semester) lang meinen Betriebswirt (VWA) und anschließend ca. 2 Jahre meinen Diplom Betriebswirt (FH) an der PFH Göttingen gemacht.

Die Vorlesungen bei der VWA fanden regelmäßig zweimal in der Woche von 18:15 – 21:30 Uhr und unregelmäßig zusätzlich Samstag von 8:30 – 16:00 Uhr statt. Zu jedem Modul mussten dann zu fixen Terminen entsprechende Klausuren geschrieben werden. Für einige Module musste ich  auch Hausarbeiten schreiben und am Ende des Studiums war eine schriftliche wissenschaftliche Abschlussarbeit (Thesis) und eine mündliche Prüfung fällig.

Diese Studienvariante hatte für mich den Vorteil, dass die Module mit Professor/Dozent Stück für Stück durchlaufen wurden und Fragen direkt gestellt werden können. Außerdem konnte immer auf tagesaktuelle Themen eingegangen werden.

Da die Kommilitonen zusammen mit dir im Hörsaal sitzen, knüpft man mehr Kontakte und man kann einfacher Lerngruppen organisieren.

Durch die festen Zeiten hatte ich  zwar einen geregelten Wochenablauf, war aber  auch unflexibler und musste mich häufiger mit dem Job abstimmen und ggf. Vorlesungen ausfallen lassen und dann eigenständig nachbereiten.

Die PFH Göttingen läuft über die Variante des Fernstudiums. Da Sycor Mitglied im Kuratorium der PFH Göttingen ist, konnte ich von geringeren Studiengebühren profitieren.

Fernstudium bedeutet, dass ich alle nötigen Studienunterlagen für jedes Modul nach Hause geschickt bekommen habe. Diese so genannten Fernlehrbriefe habe ich dann zuhause eigenständig durchgearbeitet.

Wenn ich Fragen hatte, konnte ich meinen Professor per Mail oder telefonisch kontaktieren. Unregelmäßig fanden zu den Modulen auch ganztägige Präsenzphasen am Samstag und Sonntag in Göttingen statt sowie unregelmäßig Online-Veranstaltungen, bei denen der Professor per Web/Telefonkonferenz direkt auf Fragen eingeht.

Die Variante des Fernstudiums erfordert ein sehr gutes Zeitmanagement und Selbstorganisation, da man sich selbst zu regelmäßigen Klausurterminen am Wochenende anmelden muss und sich die Zeit zum Lernen / Aufbereiten der Fernlehrbriefe selbst einteilen muss, was oft nicht ganz so einfach ist.

Bevor man ein Studium neben der Arbeit startet, egal in welcher Variante es abläuft, sollte man sich der Belastung bewusst sein, die auf einen zukommen. Denn neben den Studiengebühren kostet ein Studium viel Zeit, Ausdauer und Kraft – und das alles neben den Anforderungen im Job. Mich hat Sycor während des gesamten Studiums unterstützt, sei es fachlich oder organisatorisch. Während dieser starken Belastungsphasen wurde mir immer die Möglichkeit eingeräumt meine Lernzeiten flexibel zu gestalten, um mir die entsprechende Zeit für das Studium freizuschaufeln.

Studieren neben dem Job - René RhodeAutor: René Rhode (Kaufmännische Verwaltung – Services)