Wir schreiben Sonntag den 26.04.2015. Es ist 06:45 Uhr, der Wecker klingelt. Wieso an einem Sonntag so früh aufstehen? Es ist Zeit für die Tour d’Energie 2015!

Das Jedermann-Radrennen in seiner 11. Auflage bestritten insgesamt 3152 Radsportbegeisterte. Unter ihnen tummelten sich auch einige Profis, wie zum Beispiel Marcel Wüst und auch zum wiederholten Mal war ein Team der SYCOR GmbH mit am Start. Zur Auswahl standen zwei Distanzen: 45km und 100km-.

Für mich als Neu-Sycorianer war es das erste Mal, dass ich bei einem Straßenradrennen mitgemacht habe. Dementsprechend stieg die Aufregung von Minute zu Minute an. Nachdem es nun aus dem Bett geschafft war, der erste Schock: es regnete! Na toll dachte ich, dass wird sicher kein Spaziergang heute. Nach kurzen Gedankengängen an mögliche Stürze , gab es ein kleines, ausgewogenes Frühstück. Plötzlich wurde es draußen heller und es hörte auf zu regnen. Der Blick auf meine Regenradar-App verriet, dass es sehr wechselhaft wird und es heute sicherlich noch den einen oder anderen Schauer gibt. Das Rennrad wurde bereits am Vortag ins Auto geladen, sodass ich mich nun in Richtung Göttingen aufmachen konnte.

09:15Uhr, Ankunft in Göttingen auf dem Sycor-Parkplatz. Nach und nach trudelten Oliver Voigt, Tobias Guttstein, Jens Gelhard, die die 100km Distanz fuhren und Silke Gelhard, Marius Koch, Stefan Troschütz, Christian Kohlhausen und Martin Rückebeil, die für die 45km Distanz angemeldet waren, auf dem Sycor-Parkplatz ein. Auch ich gehörte zu den 45km Startern. Zusammen bauten wir unsere Räder auf und besprachen kurz unser taktisches Vorgehen. Da wir alle nicht besonders gut im Training waren, war unsere Taktik recht überschaubar. Wir einigten uns auf sicheres ankommen bei hohem Spaßfaktor.

Der Start für die 45km Strecke war für 10:25Uhr angesetzt. Da wir noch etwas Zeit hatten fuhren wir uns auf dem Sycor-Parkplatz kurz warm. Zusammen ging es dann in Richtung Schützenplatz. Dort war die Startaufstellung und auch schon ordentlich was los. Wir fanden uns gemeinsam im Startblock B ein. Noch schnell ein Energie-Gel geschlürft und schon fiel der Startschuss.

Kaum vom Schützenplatz heruntergefahren, der erste Blick auf meinen Radcomputer. Eigentlich wollte ich mich nach unserer Geschwindigkeit und nach meinem aktuellen Puls erkundigen. Aber der Radcomputer zeigte nichts an. Was war da los? Ausgefallen! Okay, immerhin regnete es nicht. Am Rosdorfer-Kreisel war dann der fliegende-Start. Das Tempo wurde höher. Es ging in die erste sehr langgezogene Steigung, die komischerweise überhaupt kein Ende nahm. Einige Zeit verging und es meldete sich das erste Mal meine Oberschenkelmuskulatur und wollte mir mitteilen, dass es wohl an der Zeit ist, etwas Tempo herauszunehmen. Das war der Zeitpunkt an dem sich unser Sycor-Team auflöste und wir uns alle erst im Ziel wiedersahen. Nach der ersten schnelleren Abfahrt Richtung Dransfeld ging es nun zur Bergetappe. Unser Gegner: Hoher Hagen! Für alle die, die den Hohen Hagen nicht kennen, er wird seinem Namen wirklich gerecht. Denn der Hohe Hagen ist wirklich HOCH! Kurzes Feedback von den Oberschenkeln, auf geht’s. Das Motto für den Berg: Der Weg ist das Ziel! 13 Minuten und 21 Sekunden sowie einige „UHU-Männchen“, die versuchten die Reifen auf den Asphalt zu kleben, später, war der Gipfel erreicht. Was anschließend folgte, war nicht weiter spektakulär. Nach einigen schönen Abfahrten und ein Paar „up and down’s“, ging es nach 01:47:01 Std. auf die Bürgerstraße zur Zieleinfahrt auf Platz 832.

Die Ziellinie haben alle von uns unbeschadet überqueren können. Unser Kollege Christian Kohlhausen (mit seinem Mountainbike) kam sogar noch vor Marcel Wüst ins Ziel und fuhr auf Platz 84 (01:15:57) in der Gesamtwertung. Diejenigen von uns, die sich auf die 100km Strecke wagten, haben auch alles gut überstanden. Allerdings blieben sie nicht wie wir, vom Regen verschont. Man berichtete sogar von kurzzeitigen Hagelschauern.

Im Zielbereich ging es nach einer kurzen Verschnaufpause zur Pasta-Party. Dort ließen wir gemeinsam die Tour Revue passieren und schmiedeten schon Angriffspläne für das nächste Jahr.

Trotz des frühen Aufstehens und der anfänglichen Aufregung war die Tour d’Energie 2015 ein voller Erfolg für alle Sycorianer und eine rund um erfolgreiche Veranstaltung.

Unsere Ergebnisse:


45km
Silke Gelhard 617 (01:35:39)
Marius Koch 658 (01:36:26)
Martin Rückebeil 660 (01:36:27)
Stefan Troschütz 694 (01:37:16)
Christopher Müller 832 (01:47:01)

100km
Oliver Voigt 454 (02:58:03)
Jens Gelhard 541 (03:00:27)
Tobias Guttstein 1678 (04:32:35)


Christopher MüllerAutor: Christopher Müller (Microsoft Dynamics AX Development Services)