Was macht ein Ehepaar mit unterschiedlicher Musikneigung? Genau, sie gehen gemeinsam auf einen Konzertmarathon. Innerhalb von 14 Tagen besuchten wir im Juni  dieses Jahres gleich drei Konzerte von unterschiedlichen Bands. Doch der Reihe nach.

Den Namen Fury in the Slaughterhouse hatte ich schon gehört. Unvergessen „Time to wonder“. Naja, die anderen Songs kannte ich jetzt nicht so gut, aber wenn man einen Fußballfan heiratet, kommt man an dieser Band nicht vorbei. Ich sage nur „Won´t forget these days”. Unter dem Motto „Eine Stadt – eine Band – ein Konzert“ feierten wir mit unseren Freunden und 25.000 Menschen einen unvergesslichen Abend. Bis in fünf Jahren zum nächsten versprochenen Konzert, wir sind gespannt.

Als die Lieblingsband meines Mannes sich fand, wurde ich geboren. Somit habe ich in meiner Jugend nur einzelne Highlight-Songs mitbekommen. Mein Mann hingegen  kaufte sich eine Platte nach der anderen und fuhr für die Konzerte durch ganz Deutschland. Damals wusste ich nicht was eine Synthie-Rock (Pop) Gruppe war. Ich kannte nur so einzelne Lieder, wie „Just Can’t Get Enough“, „Personal Jesus“ und ganz wichtig natürlich „Enjoy the Silence“. Gut, heute kenne ich noch immer nicht alle Songs auswendig, was schon mal bei einem der Konzerte zu einem lustigen Songtext-Wirrwarr meinerseits führte, mir ein amüsiertes Lachen und prompte Verbesserung von meiner besseren Hälfte einbrachte. Aber es wird besser. Egal. Ich habe Spaß. Dieses Jahr waren wir auf dem Open Air Konzert in Hamburg und hatten eine ausgezeichnete Sicht auf die Bühne (ich fand die Preise für die Karten unverschämt teuer). Und trotzdem, es war unbeschreiblich. So viel Energie und Power, es war einfach nur toll. Na, Band erraten? Natürlich ist es Depeche Mode.

Was fällt uns zu den Songs „Symphonie“, „Das Beste“, „Krieger des Lichts“ und „Himmel auf“ ein? Mancher denkt jetzt, bäh, alles ruhige Songs von einer deutschen Band. Ich kann alle beruhigen, es gibt auch schnelle und rockige Songs sowie Lieder mit ernstem Hintergrund („Waffen“ oder „Weiße Fahnen“). In Goslar gab Silbermond ein Benefizkonzert vor 500 Fans zu Ehren der Verleihung des „Paul-Lincke-Ring“. Es war ein kleines und beschauliches Konzert. Es gab keine Absperrungen, jede Menge Spaß und Hits. Sie lieben ihre Musik und sind völlig ergriffen von dem Applaus den sie für ihre Arbeit erhalten. Die Band ist bodenständig und verkauft sich nicht für Songs, die sie nicht spielen wollen. Das imponiert und gefällt mir. Sie sind echt und einfach nur eine Band aus Bautzen, die mit dem was sie lieben, Erfolg haben.

Fazit von 14 Tagen mit drei Konzerten: Die Musikrichtungen waren unterschiedlich und trotzdem haben wir jedes Konzert in vollen Zügen genossen. Da nur noch zwei der drei Bands bestehen, werden wir so eine Kombination nicht mehr wieder erleben. Und was kommt als nächstes? Vielleicht mal Pink, Die Toten Hosen oder Scooter? Man darf gespannt sein.

Daniela Hartmann - PersonalmanagementAutorin:  Daniela Hartmann (HR Management)